Über uns - die Bürgerinitiative
Ein Statement
Energiewende braucht soziale Verträglichkeit – Wissenschaft statt Schönrechnerei.
Der Ausbau der Windkraft ist ein zentrales Thema unserer Zeit. Doch wenn über Windparks diskutiert wird, dominieren oft Grabenkämpfe. Dabei wird ein entscheidender Punkt übersehen: Die Akzeptanz für dieses Projekt steht und fällt mit der Glaubwürdigkeit der Planung.
Als Bürgerinitiative im Landkreis Aurich erleben wir derzeit hautnah, wie eine rein fiskalisch motivierte Planung unsere Lebensqualität bedroht. Wenn 200 Meter hohe Anlagen in 400 Metern Abstand zu Wohngebäuden geplant werden, fühlen sich die Menschen nicht mehr als Bürger, sondern als „Opfer“ eines industriellen Prozesses. Dass dabei teils noch Umspannwerke in unmittelbarer Gartennähe entstehen sollen, macht das Gefühl der Machtlosigkeit perfekt.

Das Hauptproblem ist jedoch nicht der einzelne Landwirt oder Unternehmer, der diese wirtschaftliche Chance sucht – wir wollen unser Dorf nicht spalten. Das Problem sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die veralteten Planungsmethoden. Aktuelle wissenschaftliche Studien, wie beispielsweise die Arbeit zum Modell „SoundSim360“, belegen, dass Infraschall und die atmosphärische Schallausbreitung moderner Großanlagen bisher systematisch unterschätzt werden. Wir rechnen hier mit „Schönwetter-Modellen“, während die Anwohner unter gepulstem Infraschall und mechanischem Druck leiden.
Politische Entscheidungsträger müssen endlich begreifen, dass man Windkraft nicht nur auf dem Papier planen kann. Wer über die Zukunft unserer Heimat entscheidet, muss die Dimensionen vor Ort kennen. Wir fordern keine Blockade der Energiewende, sondern eine Neujustierung der Gesetze. Schluss mit der „Schönrechnerei“ – wir brauchen unabhängige Messungen und eine wissenschaftlich ehrliche Planung.
Nur wer die berechtigten Sorgen der Menschen ernst nimmt und soziale Verträglichkeit über kurzfristige Gewerbesteuereinnahmen stellt, sichert langfristig den Rückhalt für die Energiewende. Wenn das System so weiterarbeitet wie bisher, droht der soziale Frieden vor Ort endgültig zu zerbrechen.

Wir wollen gemeinsam unser Polder schützen
Daher wünschen wir und den Dialog mit den Beteiligten und wollen gemeinsam nach Lösungen suchen. Wir sind mittlerweile über 180 Mitglieder, was das Interesse an dem Erhalt unseres Polders zeigt.
Haben Sie Fragen, Anmerkungen oder möchten uns aktiv unterstützen? Hinterlasse uns eine Nachricht im Kontaktformular und wir melden uns zeitnah bei Ihnen.
Kontakt aufnehmen
Wir freuen uns.