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Energiewende Ja – aber nicht um den Preis unserer Heimat.

Derzeit sind 12 Windräder auf engstem Raum geplant:

200 Meter hoch – Rotordurchmesser von rund 160 – Bis zu 370km/h Flügelgeschwindigkeit

In aller Kürze: Was ist im Zuge des "Repowering" geplant - und warum wehren wir uns?

In Ostfriesland gehören Windräder zum Landschaftsbild wie die Deiche und Schafe. Doch nun ist ein neues "Repowering"-Projekt geplant: Ursprünglich sollten 15 neue Anlagen die alten ersetzen, mit 200 Metern 4 Mal so hoch, und nur 400 Meter von unseren Wohnhäusern entfernt. Nach ersten Erfolgen sind aktuell immer noch 12 Anlagen geplant. Diese sollen unmittelbar angrenzend an den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer errichtet werden.

Das Kuriose: schon jetzt hat der Landkreis Aurich 300% seiner Ausbauziele erreicht. 

Wir - die Anwohner aus Sommerpolder und Leybuchtpolder - haben uns zu der Bürgerinitiative Unser Polder - Unsere Zukunft zusammengeschlossen, um unsere Heimat, unsere Lebensqualität und nicht zuletzt unsere Umwelt und Tierwelt zu schützen.

Hier erfahren Sie, was konkret geplant ist, welche Folgen dies für uns und die Natur hat, und wie wir gemeinsam dagegen vorgehen können.

Das Repowering-Vorhaben hat große Auswirkungen auf Mensch und Natur:

Wohnen im Idyll wird zum Lärm- und Baualptraum

12 große Windkraftanlagen auf engstem Raum. 200 Meter hoch, nur 400 Meter von den Wohnhäusern entfernt. Das absolute Minimum, was der Gesetzgeber in Niedersachsen vorschreibt. Allein das ist für die Wohn- und Lebensqualität ein entscheidender Einschnitt. Dazu kommen Schattenschlag, dauerhafte Lärmbelästigung und landschaftliche Veränderungen durch den Bau und der Verbreiterung von Zufahrtsstraßen für den Bau der Windräder, denn pro Windrad müssen 1300 LKW Lieferungen getätigt werden.

Darüber hinaus entsteht ein signifikanter Wertverlust der Immobilien in der Region.

Unmittelbare Nähe zum UNESCO-Weltnaturerbe

Die geplanten Anlagen entstehen in unmittelbarer Nähe zum Wattenmeer. Die Region ist geprägt von offenen Vogelzugrouten und bedeutenden Brutgebieten. Eingriffe in dieser Größenordnung werfen daher zwangsläufig Fragen zum Artenschutz auf.

Doch nicht nur die Anlagen selbst sind entscheidend: Für Fundamente, Zuwegungen und Infrastruktur sind umfangreiche Bauarbeiten im Boden erforderlich. In einer empfindlichen Polderlandschaft kann dies den Wasserhaushalt verändern – mit möglichen Auswirkungen auf Bodenstruktur und Grundwasser. 

Urlaub zwischen Windrädern - Tourismus leidet

Greetsiel, Norddeich und die umliegende Polderlandschaft leben stark vom Bild einer weiten, naturnahen Küstenregion. Genau dieses Landschaftserlebnis ist Teil des touristischen Versprechens. Wenn Radwege, Ferienunterkünfte und Ausblicke künftig von bis zu 200 Meter hohen Anlagen, Blinklichtern, Schattenwurf und technischer Infrastruktur geprägt werden, verändert sich der Charakter der Region spürbar.

Das Risiko: Die Gegend verliert genau das, wofür Gäste bisher kommen.

Was uns erwartet: Baustellen, die die Natur zerstören

Nicht erst der Betrieb, sondern bereits die Bauphase würde unsere Region spürbar belasten. Schwere Baufahrzeuge, zusätzliche Transporte, Lärm, Staub und Eingriffe in den Boden verändern den Lebensraum vor Ort — für Mensch und Tier.

Es müssten neue Straßen gebaut werden, um die Schwerlasttransporte zu ermöglichen. 

Selbst die als "schönste Allee Deutschlands" ausgezeichnete Allee in Leybuchtpolder müsste für das Projekt zerstört werden.

Darüber hinaus sind in der Region ein neues, massives Umspannwerk geplant, neben dem Ausbau der Hochspannungsleitungen. Das Idyll könnte also schnell zu einer einzigen Baustelle verkommen. 

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Das sagen Anwohner

"Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in verschiedenen technischen Bereichen spreche ich mich gegen den geplanten Ausbau der Windenergieanlagen (Repowering) in unseren Poldern aus, den ich für nicht erforderlich halte. Aus meiner Sicht würden die vorgesehenen Großanlagen zu erheblichen Belastungen für Mensch und Natur führen sowie wertvolle Lebensräume und die Lebensqualität der Anwohner beeinträchtigen.

Darüber hinaus sehe ich im Bau solcher Großwindanlagen erhebliche wirtschaftliche Folgen für die Bewohner unserer Polderregion. Ich bin überzeugt, dass die Interessen der Menschen vor Ort ebenso berücksichtigt werden müssen wie der Schutz unserer Landschaft und ihrer einzigartigen Natur."

Hartmut Fokken - Mitglied der Bürgerinitiative

Über uns

Möchten Sie uns helfen, unseren Polder zu retten?

Mit Spendengeldern finanzieren wir Anwälte, Gerichtskosten, Gutachten und Mittel, um Anwohner in der Region über die Pläne der Investoren und Kommunen zu informieren. Wir sind dankbar für jede Unterstützung.

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Die Meilensteine - Wo stehen wir?

26. Februar 2026 – Unterstützung durch den Naturschutz
Die Gründung einer Ortsgruppe des Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Krummhörn-Hinte zeigt, dass auch von naturschutzfachlicher Seite verstärkt Interesse und Engagement in der Region entstehen.

25. Februar 2026 – Entscheidung des Landkreises, ein erster Erfolg
Der Landkreis Aurich lehnt den Teilbereich Leybuchtpolder im 118. Flächennutzungsplan ab.
Damit entfällt die Grundlage für den Bau von mindestens 3 zusätzlich geplanten Windkraftanlagen in diesem Gebiet. Für die Bürgerinitiative ist dies ein erster konkreter Erfolg.

Januar 2026 – Termin bei der Genehmigungsbehörde wurde verschoben
Aufgrund unserer Einwendungen hat die Genehmigungsbehörde den Erörterungstermin verschoben, da wir einige Gutachten in Frage gestellt und weitere gefordert haben. Ein Erfolg für die Bürgerinitiative, denn das verschafft uns wertvolle Zeit. 

30. November 2025 – Gründung der Bürgerinitiative
Nur wenige Tage später entsteht die Bürgerinitiative „Unser Polder – Unsere Zukunft“. Engagierte Bürgerinnen und Bürger schließen sich zusammen, um sich aktiv in die Entwicklung der Region einzubringen.

25. November 2025 – Vorstellung des Windpark-ProjektsAuf einem Informationsabend wird das Projekt „Windpark Sommerpolder“ durch die Betreiber vorgestellt. Für viele Anwohner ist dies der erste konkrete Einblick in die Planungen.

Artikel & Aktuelles

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Das sagen Anwohner

"Ich habe vor über 26 Jahren aus Verbundenheit zur Natur meinen Jagdschein gemacht. Nun soll ich inmitten eines riesigen Industriewindpark wohnen. Auch die Natur verliert wichtige Vogelflugrouten von der Nordsee ins Binnenland, die von diesen Anlagen durchschnitten werden."

Christoph Müller - Mitglied der Bürgerinitiative

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen?

Danke. Wir melden uns zeitnah.

Kontakt

Bürgerinitiative Unser Polder - Unsere Zukunft

Ansprechpartner:

Hartmut Fokken

Deichstraße 10a

26736 Krummhörn

und 

Janina Blanke

Hohe Plate 90

26506 Leybuchtpolder

© 2026 Unser Polder - Unsere Zukunft

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen zur Verfügung unter 

info@unserpolder-unserezukunft.com

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